Zwei Verzeichnisse, zwei Radien
Kompass und wlw beantworten dieselbe Frage: wer liefert dieses Produkt? Kompass tut es für über 60 Länder mit einer eigenen Klassifikation, wlw für den deutschsprachigen Raum. Beide sind Verzeichnisse, und das setzt beiden dieselbe Grenze.
Die kurze Antwort
Sie suchen Lieferanten für ein konkretes Produkt oder eine Leistung im deutschsprachigen Raum.
→ wlw
wlw ist als Lieferantensuchmaschine für DACH gebaut, für Einkäufer kostenlos, mit mehreren hunderttausend Lieferantenprofilen. Für die Frage, wer in Deutschland Drehteile liefert, ist das der kürzere Weg.
Ihre Lieferanten oder Kunden sitzen in vielen Ländern, und Sie brauchen eine einheitliche Produktklassifikation über Grenzen hinweg.
→ Kompass
Kompass klassifiziert Firmen in über 60 Ländern nach Produkten und Dienstleistungen. Dieselbe Kategorie in Frankreich, Polen und Italien: das kann wlw nicht.
Sie wollen eine Firmenliste nach Produktkategorie als Datei exportieren.
→ Kompass
Mit EasyBusiness bietet Kompass ein eigenes Datenprodukt für Listen. wlw ist ein Marktplatz ohne Export als Vertriebsliste.
Sie wollen Firmen aktiv ansprechen und wissen, warum sie gerade jetzt zuhören sollten.
→ Dafür ist keines von beiden gebaut
Beide zeigen, was eine Firma über sich selbst sagt. Weder Entscheider mit Rolle noch datierte Kaufsignale stehen in einem Verzeichnis, und der Eintrag eines Lieferanten ist Werbung, keine Recherche.
Direkter Feature-Vergleich
Stärken und Schwächen basierend auf echten Nutzererfahrungen und Datenarchitekturen.
Kompass
Internationales B2B-Firmenverzeichnis aus Paris, in über 60 Ländern aktiv. Firmen werden nach der eigenen Kompass-Klassifikation für Produkte und Dienstleistungen geordnet; Einkäufer suchen Lieferanten, Firmen tragen sich selbst ein.
Die größten Stärken
Die Schwächen
wlw (Wer liefert was)
B2B-Lieferantensuchmaschine der Visable-Gruppe aus Berlin mit DACH-Schwerpunkt, seit dem Zusammenschluss mit Europages Teil einer gemeinsamen Gruppe. Einkäufer suchen kostenlos nach Produkten und Leistungen, Lieferanten zahlen für Sichtbarkeit.
Die größten Stärken
Die Schwächen
Tiefe Marktanalyse: Für wen eignet sich was?
Dieselbe Frage, zwei Radien
Kompass und wlw sind beide Verzeichnisse, und beide sind für die Frage des Einkäufers gebaut: wer liefert dieses Produkt? Das ist die Perspektive, die man beim Vergleich zuerst verstehen muss. Ein Verzeichnis lebt davon, dass Firmen gefunden werden wollen. Es zeigt, was eine Firma über sich sagt, geordnet nach dem, was sie anbietet.
Der Unterschied liegt im Radius. wlw ist der deutschsprachige Raum, Kompass ist die Welt, oder genauer: über 60 Länder mit derselben Klassifikation. Für den Einkäufer, der einen Zulieferer in Norditalien und einen in Sachsen vergleichen will, ist das ein echter Vorteil. Für den Einkäufer, der nur in Deutschland sucht, ist es Ballast.
Klassifikation: hier gewinnt Kompass
Die Kompass-Klassifikation ist das, was Kompass von einem gewöhnlichen Branchenverzeichnis unterscheidet. Sie ordnet Firmen nicht nach Wirtschaftszweig, sondern nach Produkten und Dienstleistungen, und sie tut das in allen Ländern gleich. Wer eine Liste aller Hersteller von Hydraulikzylindern in Polen, Tschechien und Österreich braucht, bekommt sie mit derselben Systematik.
wlw arbeitet ebenfalls mit Produktkategorien, aber die Suchlogik ist auf den DACH-Einkauf zugeschnitten und endet an der Sprachgrenze. Über die Gruppe mit Europages gibt es ein europäisches Pendant, aber es ist ein zweites Verzeichnis, nicht dasselbe.
DACH-Breite: hier gewinnt wlw
wlw nennt mehrere hunderttausend Lieferantenprofile und ist bei Einkäufern im deutschen Mittelstand seit Jahrzehnten die erste Anlaufstelle. Für Einkäufer ist die Suche kostenlos. Wer in Deutschland einen Drehteile-Lieferanten sucht, findet in wlw mehr Kandidaten als in Kompass, dessen deutscher Bestand lückenhaft ist, weil viele Betriebe sich dort nie eingetragen haben.
Das ist keine Kleinigkeit. Ein Verzeichnis, in dem die Firma fehlt, die Sie suchen, ist für diese Suche wertlos, ganz gleich, wie gut die Systematik ist.
Listen und Export: Kompass hat ein Datenprodukt, wlw nicht
Kompass bietet mit EasyBusiness ein eigenes Datenprodukt: Listen nach Klassifikation, Land und Größe, als Datei. Wer eine Vertriebsliste bauen will, hat damit einen Weg. wlw ist ein Marktplatz. Es gibt keinen Export als Sales-Liste, und wer aus wlw eine Anruf-Liste bauen will, tippt Firmennamen ab und sucht die Rufnummer selbst.
Für die Einkäuferfrage ist das egal. Für die Vertriebsfrage ist es der Punkt, an dem wlw ausscheidet.
Was beide gemeinsam haben: Selbstauskunft
Hier liegt die Grenze, die beide teilen. Ein Verzeichniseintrag ist Selbstauskunft. Die Firma schreibt, was sie kann, und bei wlw zahlt sie obendrein dafür, dass sie sichtbar ist. Was eine Firma nicht einträgt, fehlt. Was sie einträgt, prüft niemand nach. Das ist für einen Einkäufer verkraftbar, der ohnehin drei Angebote einholt. Für einen Vertrieb, der die Liste als Grundlage für Erstanrufe nutzt, ist es die Quelle der meisten Fehlanrufe: der Eintrag ist von 2019, die Kontaktperson ist längst weg, die Zertifizierung war geplant und kam nie.
Beide Verzeichnisse kennen außerdem keinen Zeitpunkt. Es gibt kein Datum, kein Ereignis, keinen Anlass. Ob eine Firma gerade eine neue Halle baut, eine Stelle in der Fertigung ausschreibt oder eine Zertifizierung erlangt hat, steht in keinem Eintrag, weder bei Kompass noch bei wlw. Und beide nennen die Firma, nicht den Menschen: der Geschäftsführer, der über den Lieferantenwechsel entscheidet, steht nicht im Verzeichnis.
Die praktische Folge ist eine Rechenaufgabe, die selten gerechnet wird. Eine Verzeichnisliste ist pro Adresse günstig, aber jede Adresse kostet danach die Stunden, in denen jemand die Website liest, den Geschäftsführer sucht und die Rufnummer findet. Wer diese Stunden mitrechnet, vergleicht nicht mehr den Preis je Zeile, sondern den Preis je geführtem Gespräch. Und der hängt daran, wer die Recherche macht.
Die ehrliche Empfehlung
Als Einkäufer im deutschsprachigen Raum nehmen Sie wlw. Als Einkäufer oder Vertrieb mit Ländern jenseits der Sprachgrenze nehmen Sie Kompass, und für eine exportierbare Liste EasyBusiness. Als Vertrieb, der deutsche Fertigungsbetriebe aktiv ansprechen will und wissen muss, was die Firma tatsächlich kann, wer dort entscheidet und warum gerade jetzt ein Anruf passt, sind beide das falsche Werkzeug. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie für den Einkäufer gebaut wurden.
Was ein Kaufsignal in diesem Sinn ist, erklärt unser Glossar unter Buyer Signals. Welche Datenbanken und Verzeichnisse es für den deutschen Markt sonst gibt, zeigt unsere Übersicht der B2B-Datenbanken für Deutschland.
Weder Kompass noch wlw (Wer liefert was) passen?
Kodo Leads ist kein drittes Verzeichnis. Wir lesen für Fertigungsbetriebe im DACH-Raum die Website und die PDF-Broschüren selbst: Maschinenpark, Verfahren, Werkstoffe, Zertifikate. Dazu die Entscheider aus dem Impressum und datierte Kaufsignale mit klickbarer Quelle. Für die Marktübersichten auf dieser Website haben wir 2.276 Fertigungs- und Handwerksbetriebe erfasst und davon 1.001 tief profiliert. 119 dieser Betriebe nennen eine ISO 9001 wörtlich, 15 eine ISO 14001, 5 eine IATF 16949, und zwar auf ihrer Website, nicht in einem Register.
Zuletzt aktualisiert am