Unabhängiger Software Vergleich
Cognism
vs.
Dealfront

Zwei gute Werkzeuge, zwei verschiedene Fragen

Cognism und Dealfront werden ständig gegeneinander gestellt, obwohl sie unterschiedliche Probleme lösen. Der Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang, sondern darin, woher die Daten kommen.

Die kurze Antwort

Sie telefonieren in ganz Europa und den USA und Ihr Engpass sind Durchwahlen und Handynummern.

Cognism

Cognism verifiziert Mobilnummern telefonisch nach und gleicht sie gegen die Robinsonlisten der jeweiligen Länder ab. Das ist der Kern des Produkts, nicht ein Nebenprodukt.

Ihre Kunden sitzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und Sie brauchen belastbare Firmendaten.

Dealfront

Dealfront ist aus Echobot in Karlsruhe hervorgegangen und liest die amtlichen Register mit. Handelsregister, Jahresabschlüsse, Beteiligungen. Bei deutschen Mittelständlern ist das spürbar tiefer.

Sie wollen sehen, welche Firmen Ihre Website besucht haben, ohne dass jemand ein Formular ausfüllt.

Dealfront

Diese Funktion kommt aus Leadfeeder, dem finnischen Teil der Fusion von 2023. Cognism hat dafür kein eigenes Gegenstück.

Sie wollen nicht wissen, wer zu Ihren Filtern passt, sondern wer gerade jetzt einen Anlass hat.

Dafür ist keines von beiden gebaut

Beide sind Datenbanken, die Sie filtern. Der Anlass, also die neue Halle, die offene Stelle, die neue Zertifizierung, steht in Quellen, die keine der beiden Datenbanken systematisch mitliest.

Direkter Feature-Vergleich

Stärken und Schwächen basierend auf echten Nutzererfahrungen und Datenarchitekturen.

Cognism

Britischer Anbieter aus London, seit 2015. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Kontaktdaten für den Direktanruf, vor allem auf Handynummern, die telefonisch nachgeprüft wurden.

Die größten Stärken

    Handynummern in einer Qualität, die im europäischen Markt schwer zu schlagen ist. Ein Teil des Bestands wird tatsächlich angerufen und bestätigt.
    Abgleich gegen die Robinsonlisten mehrerer Länder, inklusive der deutschen. Das nimmt Rechtsabteilungen ein Argument.
    Kaufabsichts-Daten über eine Partnerschaft mit Bombora, also welche Themen eine Firma im Netz gerade häufiger recherchiert.
    Breite Abdeckung über Europa hinaus, besonders Großbritannien und Nordamerika.
    Anbindung an die üblichen CRM-Systeme und Outreach-Werkzeuge.

Die Schwächen

    Bei deutschen Firmendaten deutlich flacher. Rechtsform, Registernummer und Jahresabschluss sind nicht der Fokus.
    Keine Erkennung von Website-Besuchern.
    Preis nur auf Anfrage, üblicherweise Grundgebühr plus Kosten je Arbeitsplatz und Jahresvertrag. Für ein Zweierteam oft schon spürbar.
    Kaufabsichts-Daten sind auf Themenebene, nicht auf Firmenereignis-Ebene. Sie erfahren, dass ein Thema gesucht wird, nicht was in der Firma passiert ist.

Dealfront

Entstanden 2023 aus der Fusion von Echobot in Karlsruhe und Leadfeeder in Finnland. Deutsche Firmendaten aus amtlichen Quellen, kombiniert mit der Erkennung von Website-Besuchern.

Die größten Stärken

    Firmendaten aus den amtlichen Registern: Handelsregister, Bundesanzeiger, Beteiligungsverhältnisse. Bei deutschen Mittelständlern der klare Vorsprung.
    Erkennung von Website-Besuchern auf Firmenebene, aus dem Leadfeeder-Teil.
    Auslöser-Meldungen aus der Presse, etwa Finanzierungen, Umzüge oder Führungswechsel.
    Server und Verarbeitung in der EU, was die Datenschutzprüfung im Einkauf verkürzt.
    Deutschsprachige Oberfläche und deutschsprachiger Support.

Die Schwächen

    Handynummern sind die schwächere Seite. Wer viel am Telefon arbeitet, merkt den Unterschied zu Cognism.
    Außerhalb der DACH-Region wird die Tiefe schnell dünner.
    Modular aufgebaut, das heißt der Preis hängt davon ab, welche Bausteine Sie buchen. Der Vergleich zweier Angebote ist entsprechend mühsam.
    Die Auslöser-Meldungen stammen aus Presseportalen. Was eine Firma nur auf der eigenen Seite veröffentlicht, taucht dort meist nicht auf.

Tiefe Marktanalyse: Für wen eignet sich was?

Der Unterschied liegt in der Quelle, nicht in der Funktionsliste

Wenn Sie beide Produktseiten nebeneinanderlegen, sehen sie fast gleich aus. Firmensuche, Kontaktdaten, Filter, CRM-Anbindung, Signale. Auf dieser Ebene lässt sich die Frage nicht entscheiden, und deshalb führt der übliche Funktionsvergleich in die Irre.

Der Unterschied liegt darin, woher die Daten stammen. Cognism baut seinen Bestand um Personen herum auf und investiert dort, wo Vertriebler den größten Engpass haben: an der Telefonnummer. Dealfront baut seinen Bestand um Firmen herum auf und schöpft aus Quellen, die es so nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt. Das ist keine Frage von besser oder schlechter, sondern von zwei verschiedenen Ausgangsproblemen.

Telefonnummern: hier gewinnt Cognism

Cognism verifiziert einen Teil seiner Handynummern telefonisch. Das ist teuer und langsam, und genau deshalb ist es ein echter Vorsprung. Wer im Monat mehrere hundert Erstanrufe macht, spürt den Unterschied zwischen einer abgeleiteten und einer bestätigten Nummer sofort in der Erreichbarkeitsquote.

Dazu kommt der Abgleich gegen die Robinsonlisten. In Deutschland ist der Werbeanruf bei Geschäftskunden rechtlich ohnehin eng gefasst, und ein Anbieter, der diesen Abgleich mitliefert, nimmt der eigenen Rechtsabteilung einen Teil der Diskussion ab. Das ist ein Argument, das im Einkauf zieht.

Deutsche Firmendaten: hier gewinnt Dealfront

Echobot hat über zehn Jahre lang deutsche Registerdaten erschlossen, und dieser Teil ist in Dealfront eingeflossen. Wenn Sie wissen wollen, welche Rechtsform eine Firma hat, wer als Geschäftsführer eingetragen ist, wie der letzte Jahresabschluss aussah oder zu welcher Gruppe sie gehört, ist das eine andere Datenlage als bei einem Anbieter, der Deutschland als einen Markt von vielen führt.

Gerade bei deutschen Mittelständlern ist dieser Unterschied groß. Ein Familienunternehmen mit 180 Mitarbeitern und ohne aktive Selbstdarstellung im Netz existiert in den amtlichen Registern vollständig und in einer personenzentrierten Datenbank oft nur als Fragment.

Website-Besucher: hat nur Dealfront

Die Erkennung von Firmen, die Ihre Website besucht haben, kommt aus Leadfeeder. Sie funktioniert auf Firmenebene, nicht auf Personenebene, und sie funktioniert nur bei Besuchern, deren Netzwerk sich einer Firma zuordnen lässt. Bei Konzernen und Behörden klappt das gut, im Homeoffice über einen privaten Anschluss meistens nicht.

Cognism hat dafür kein Gegenstück im eigenen Haus. Wer beides will, kombiniert Cognism mit einem separaten Werkzeug.

Preise: beide auf Anfrage, beide im Jahresvertrag

Weder Cognism noch Dealfront veröffentlichen eine Preisliste. Beide arbeiten mit Jahresverträgen und einem Angebot, das sich nach Anzahl der Arbeitsplätze und gebuchten Bausteinen richtet. Rechnen Sie in beiden Fällen mit einem vierstelligen Betrag pro Jahr und Arbeitsplatz, und rechnen Sie damit, dass Sie den Preis erst nach einem Gespräch erfahren.

Ein Hinweis für den Vergleich: Achten Sie darauf, wie viele Datensätze im Jahr Sie tatsächlich freischalten dürfen. Diese Obergrenze ist bei beiden Anbietern der Punkt, an dem ein günstig wirkendes Angebot teuer wird.

Was beide nicht beantworten

Beide Werkzeuge beantworten die Frage: welche Firmen passen zu meinen Kriterien. Branche, Größe, Region, Technologie, Rechtsform. Das ist eine nützliche Frage, und beide beantworten sie gut.

Die Frage, die im Vertrieb tatsächlich über den Termin entscheidet, ist eine andere: warum sollte diese Firma ausgerechnet jetzt mit mir sprechen. Diese Antwort steht selten in einer Datenbank. Sie steht auf der Nachrichtenseite der Firma, in einer Stellenanzeige, in einer Bekanntmachung, in einem neuen Zertifikat, in einer Investitionsmeldung der Lokalpresse.

Dealfront liest Presseportale mit und kommt dieser Frage am nächsten. Was eine Firma aber nur auf der eigenen Seite unter Aktuelles veröffentlicht, und das ist erfahrungsgemäß der größere Teil, taucht dort nicht auf. Cognism liefert über Bombora Themen-Interesse, was eine Ebene abstrakter ist: Sie erfahren, dass jemand im Umfeld der Firma zu einem Thema recherchiert, nicht was in der Firma passiert ist.

Wenn Ihr Engpass Kontaktdaten sind, nehmen Sie Cognism. Wenn Ihr Engpass deutsche Firmendaten sind, nehmen Sie Dealfront. Wenn Ihr Engpass der Anlass ist, löst keines von beiden das Problem, und Sie sollten sich die Kategorie darunter ansehen.

Die Dritte Option

Weder Cognism noch Dealfront passen?

Kodo Leads ist keine dritte Datenbank zum Filtern. Wir lesen für eine überschaubare Zahl von Firmen die Quellen mit, die keine Datenbank systematisch erfasst: die eigene Nachrichtenseite, Stellenanzeigen, das Handelsregister, den Bundesanzeiger, amtliche Bekanntmachungen. Hinter jeder Aussage steht der Link, aus dem sie stammt.

Jede Aussage mit Fundstelle. Sie klicken auf den Beleg und lesen selbst nach, statt einer Punktzahl zu vertrauen.
Der Anlass steht auf der Karte, nicht nur die Firma. Neue Halle, neue Zertifizierung, neue Stelle, mit Datum.
Finanzzahlen aus Bundesanzeiger und Unternehmensregister, mit Angabe des Jahres und der Quelle.
Ansprechpartner mit Rolle und geprüfter E-Mail-Adresse, getrennt danach, ob belegt oder abgeleitet.
Abrechnung je geliefertem Kontakt statt Jahresvertrag mit Arbeitsplatz-Gebühr.
Kein Kontingent, das Sie im Voraus kaufen und am Jahresende verfallen lassen.
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