Vergleich · 11 Anbieter · Stand August 2026

B2B Lead Scraper für Deutschland: elf Werkzeuge, ehrlich sortiert

Von Benedict Mehlmann, Technik und Produkt bei Kodo Leads · Zuletzt aktualisiert am

Kodo gibt es als Software (ab 290 € im Monat) und als Rundum-Service (ab 1.790 €).

Die meisten Vergleiche zu diesem Thema stammen von einem der verglichenen Anbieter und enden erwartbar. Diese Liste nennt bei jedem Werkzeug auch, wofür es nicht taugt, und sie erklärt den Teil, den fast alle auslassen: was Sie mit den Adressen rechtlich tun dürfen.

Kodo Leads ist unser eigenes Produkt und steht in dieser Liste. Es steht im selben Raster wie alle anderen, mit derselben benannten Schwäche. Die kostenlosen amtlichen Quellen stehen bewusst mit drin, weil sie für manche Anwendungsfälle schlicht die richtige Antwort sind. Wir verdienen nichts an einem Klick auf einen der genannten Anbieter.

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Die kurze Antwort

  • Sie brauchen schnell viele Firmenadressen aus einer Branche und Region, ohne Anspruch auf Tiefe.LeadScraper.de oder OutscraperBeide holen in Minuten Firmenname, Adresse, Telefon und oft eine E-Mail aus öffentlichen Verzeichnissen und Kartendiensten. Für eine erste Marktübersicht reicht das, und es kostet fast nichts.
  • Sie haben bereits Namen und die Firma, und Ihnen fehlt nur die E-Mail-Adresse.Hunter.io oder Skrapp.ioDas sind keine Datenbanken, sondern Adress-Sucher. Sie leiten aus dem Muster einer Firma die wahrscheinliche Adresse ab und prüfen den Postausgangsserver. Für diese eine Aufgabe sind sie günstiger und besser als jede Datenbank.
  • Sie brauchen Rechtsform, Registernummer, Jahresabschluss und Konzernzugehörigkeit.Dealfront oder direkt das UnternehmensregisterDiese Angaben stehen in amtlichen Registern und werden von keinem Scraper erfasst. Das Unternehmensregister ist kostenlos, aber mühsam. Dealfront verkauft Ihnen den bequemen Zugang dazu.
  • Sie wollen nicht wissen, wer zu Ihren Filtern passt, sondern wer gerade jetzt einen Anlass hat.Dafür ist kein Scraper gebautEin Scraper liest Verzeichnisse aus. Der Anlass, also die neue Halle, die offene Stelle, die neue Zertifizierung, steht nicht in einem Verzeichnis. Er steht in einer Bekanntmachung, in einer Stellenanzeige und auf der Nachrichtenseite der Firma selbst.

Alle Anbieter nebeneinander.

Gemessen an einer konkreten Frage statt an Bestandsgrößen: Nehmen Sie einen deutschen Zulieferer mit rund hundertachtzig Mitarbeitern, im Gewerbegebiet, ohne gepflegten Karteneintrag und ohne aktive Profile der Geschäftsführung. Welches Werkzeug kennt Rechtsform, letzten Jahresabschluss, Konzernzugehörigkeit und einen erreichbaren Ansprechpartner, und sagt Ihnen dazu, woher es das weiß? Diese Firma ist im deutschen Industrie-B2B der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Werkzeug Deutsche Firmen Amtliche Quellen Quelle je Angabe Stark bei
LeadScraper.de stark nein nein Schnell, günstig, deutschsprachig, kein Abo-Zwang
Lead Scrape mittel nein nein Einmalige Lizenz, lokale Verarbeitung, viele Länder
Outscraper mittel nein nein Sehr gute Abdeckung ortsgebundener Betriebe, Abrechnung nach Verbrauch
Skrapp.io schwach nein nein Günstig, schnell, gut in den Arbeitsablauf im Netzwerk eingebettet
Hunter.io mittel nein teilweise Nennt die Fundstelle der Adresse, saubere Schnittstelle, sehr zuverlässige Mustererkennung
Dealfront stark ja teilweise Handelsregister und Bundesanzeiger, Erkennung von Website-Besuchern, Verarbeitung in der EU
Apollo.io schwach nein nein Kostenloser Einstieg, offene Preisliste, Sequenzen eingebaut
PhantomBuster schwach nein nein Sehr flexibel, viele fertige Bausteine, verkettbar
Bright Data schwach nein nein Technisch das Stärkste im Feld, praktisch beliebig skalierbar
Unternehmensregister und Bundesanzeiger stark ja ja Amtlich, vollständig, kostenlos, unschlagbar belastbar
Kodo Leads stark ja ja Anlass mit Datum und Fundstelle, amtliche Zahlen, Konzernzugehörigkeit belegt, Verarbeitung in Deutschland

Jeder Anbieter im Einzelnen

  1. LeadScraper.de

    Deutscher Anbieter mit dem klarsten Versprechen im Feld: Branche und Region eingeben, Liste bekommen. Kein Jahresvertrag, kostenloser Testzugang, deutschsprachige Oberfläche. Für den schnellen Aufbau einer Kaltakquise-Liste im DACH-Raum der bequemste Einstieg.

    Stark bei
    Schnell, günstig, deutschsprachig, kein Abo-Zwang
    Grenze
    Keine amtlichen Daten, keine Quelle je Angabe, keine Auslöser. Sie bekommen Adressen, keine Gründe.

    Für wen geeignet: Kleine Vertriebsteams und Selbstständige, die ohne Einarbeitung und ohne Vertragsbindung eine Liste brauchen.

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  2. Lead Scrape

    Klassische Software zum Installieren, mit Jahreslizenz statt Monatsabo. Durchsucht Verzeichnisse in über fünfzig Ländern und exportiert lokal. Wer ungern Daten in fremde Wolken legt, findet hier den ungewöhnlichsten Ansatz im Feld.

    Stark bei
    Einmalige Lizenz, lokale Verarbeitung, viele Länder
    Grenze
    Oberfläche wirkt betagt, Datentiefe je Land sehr unterschiedlich, keine Registerdaten

    Für wen geeignet: Anwender, die eine einmalige Lizenz einem Abonnement vorziehen und den Export auf dem eigenen Rechner behalten wollen.

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  3. Outscraper

    Zieht Firmendaten vor allem aus Kartendiensten und Bewertungsportalen. Wenn Ihre Zielkunden ein Ladengeschäft, eine Werkstatt oder eine Praxis betreiben, ist das die dichteste verfügbare Quelle, weil solche Betriebe dort gepflegt sind.

    Stark bei
    Sehr gute Abdeckung ortsgebundener Betriebe, Abrechnung nach Verbrauch
    Grenze
    Produzierende Betriebe im Gewerbegebiet sind auf Karten schlecht gepflegt. Genau dort wird es dünn.

    Für wen geeignet: Vertrieb an ortsgebundene Betriebe: Handwerk, Gastronomie, Handel, Gesundheit.

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  4. Skrapp.io

    Adress-Sucher mit Schwerpunkt auf beruflichen Netzwerken. Sie arbeiten sich durch eine Ergebnisliste, die Erweiterung leitet die wahrscheinliche E-Mail-Adresse ab. Günstiger als die großen Datenbanken, weil es genau eine Aufgabe löst.

    Stark bei
    Günstig, schnell, gut in den Arbeitsablauf im Netzwerk eingebettet
    Grenze
    Abgeleitete Adressen ohne Beleg. Bei deutschen Mittelständlern ohne aktive Profile bleibt die Ausbeute klein.

    Für wen geeignet: Vertriebler und Personalvermittler, die aus Profillisten Adressen gewinnen.

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  5. Hunter.io

    Französischer Anbieter, der aus einer Domain das E-Mail-Muster einer Firma ableitet und Adressen im Netz belegt. Als einziger in dieser Gruppe zeigt Hunter an, auf welcher Seite eine Adresse gefunden wurde. Das ist ein echter Unterschied.

    Stark bei
    Nennt die Fundstelle der Adresse, saubere Schnittstelle, sehr zuverlässige Mustererkennung
    Grenze
    Keine Firmensuche. Sie müssen schon wissen, wen Sie suchen.

    Für wen geeignet: Alle, die eine Adresse zu einem bekannten Namen brauchen und wissen wollen, woher sie stammt.

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  6. Dealfront

    Kein Scraper, sondern eine Datenbank aus amtlichen Quellen. Entstanden 2023 aus Echobot in Karlsruhe und Leadfeeder in Finnland. Wer über einfache Adresslisten hinaus will, landet im deutschen Markt fast zwangsläufig hier.

    Stark bei
    Handelsregister und Bundesanzeiger, Erkennung von Website-Besuchern, Verarbeitung in der EU
    Grenze
    Deutlich teurer, Preis nur auf Anfrage, Auslöser nur aus Presseportalen

    Für wen geeignet: Vertriebsteams mit deutschen Zielkunden, die Rechtsform, Register und Verflechtungen brauchen.

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  7. Apollo.io

    Große internationale Datenbank mit eingebautem Anschreiben und kostenlosem Einstieg. Für den amerikanischen Markt eine naheliegende Wahl, für deutsche Familienunternehmen die falsche.

    Stark bei
    Kostenloser Einstieg, offene Preisliste, Sequenzen eingebaut
    Grenze
    Bei deutschen Mittelständlern dünn, Verarbeitung in den USA, schwankende Datenqualität

    Für wen geeignet: Teams mit internationalen Zielkunden, die Datenbank und Versand in einem Werkzeug wollen.

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  8. PhantomBuster

    Kein Datenanbieter, sondern ein Baukasten für Automatisierungen auf fremden Plattformen. Mächtig und flexibel, aber Sie bewegen sich damit regelmäßig gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform, auf der Sie automatisieren.

    Stark bei
    Sehr flexibel, viele fertige Bausteine, verkettbar
    Grenze
    Kontosperren sind ein reales Risiko, keine eigene Datenbasis, Einarbeitung nötig

    Für wen geeignet: Technisch versierte Anwender, die eigene Abläufe zusammenstecken wollen.

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  9. Bright Data

    Gehört streng genommen nicht in diese Liste, taucht bei der Suche aber ganz oben auf. Es ist Infrastruktur zum Auslesen von Webseiten, kein Vertriebswerkzeug. Sie bekommen Rohdaten und einen Entwickler, der sie verarbeitet.

    Stark bei
    Technisch das Stärkste im Feld, praktisch beliebig skalierbar
    Grenze
    Kein fertiges Produkt für den Vertrieb. Ohne eigene Entwicklung liegt hier nur eine Rechnung.

    Für wen geeignet: Entwicklerteams, die eine eigene Datenpipeline bauen.

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  10. Unternehmensregister und Bundesanzeiger

    Die amtliche Quelle, kostenlos zugänglich. Rechtsform, Registernummer, Geschäftsführer, Jahresabschluss, Mitarbeiterzahl. Alles, was kein Scraper hat, steht hier. Der Preis ist Ihre Zeit: pro Firma einige Minuten Handarbeit.

    Stark bei
    Amtlich, vollständig, kostenlos, unschlagbar belastbar
    Grenze
    Keine Suche nach Kriterien, keine Ansprechpartner, keine Adressen. Reine Handarbeit.

    Für wen geeignet: Alle, die wenige Firmen wirklich genau kennen müssen, statt viele oberflächlich.

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  11. Kodo Leads

    Unser eigenes Produkt, und ausdrücklich kein Scraper. Wir lesen für eine überschaubare Zahl von Firmen die Quellen mit, die kein Verzeichnis enthält: Handelsregister, Bundesanzeiger, amtliche Bekanntmachungen, Stellenanzeigen und die Nachrichtenseite der Firma selbst. Hinter jeder Aussage steht ihr Link.

    Stark bei
    Anlass mit Datum und Fundstelle, amtliche Zahlen, Konzernzugehörigkeit belegt, Verarbeitung in Deutschland
    Grenze
    Keine Massenlisten. Wer zehntausend Adressen für einen Serienbrief braucht, ist bei uns falsch.

    Für wen geeignet: Vertrieb im Industrie-Mittelstand, wo dreißig belegte Firmen mehr wert sind als dreitausend Adressen.

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Warum fast jeder Vergleich zu diesem Thema unbrauchbar ist

Suchen Sie nach einem B2B-Lead-Scraper für Deutschland, landen Sie fast ausschließlich auf Listen, die von einem der verglichenen Anbieter selbst geschrieben wurden. Der Anbieter steht dann auf Platz eins, der Rest folgt in absteigender Reihenfolge der Bedrohlichkeit. Das ist kein Vorwurf, es ist die übliche Praxis, aber es macht diese Listen als Entscheidungsgrundlage wertlos.

Diese Liste ist ebenfalls von einem Anbieter geschrieben, nämlich von uns. Der Unterschied ist, dass wir es hinschreiben, dass unser Produkt nicht oben steht und dass bei jedem Werkzeug auch die Schwäche benannt ist. Bei unserem eigenen zuerst: Wer Massenlisten braucht, ist bei uns falsch.

Scraper, Adress-Sucher und Datenbank sind drei verschiedene Dinge

Die Suchergebnisse zu diesem Thema werfen drei Produktarten in einen Topf, die kaum etwas gemeinsam haben.

Ein Scraper liest im Moment Ihrer Anfrage öffentliche Verzeichnisse aus: Kartendienste, Branchenverzeichnisse, Bewertungsportale. Er hat kein Gedächtnis. Was gestern falsch im Verzeichnis stand, steht heute falsch in Ihrer Liste. Dafür ist er billig und sofort einsatzbereit.

Ein Adress-Sucher wie Hunter oder Skrapp macht etwas ganz anderes: Sie geben ihm einen Namen und eine Firma, er gibt Ihnen die wahrscheinliche E-Mail-Adresse. Er sucht keine Firmen, er löst nur den letzten Schritt.

Eine Datenbank wie Dealfront pflegt einen eigenen Bestand über Jahre, gleicht ihn gegen amtliche Register ab und verkauft Ihnen den Zugang. Sie ist um ein Vielfaches teurer und um ein Vielfaches belastbarer.

Wer sich über diese drei Kategorien nicht klar ist, kauft regelmäßig das Falsche. Der häufigste Fehler: einen Scraper kaufen und sich wundern, dass keine Jahresabschlüsse drinstehen.

Der Punkt, an dem im deutschen Markt alle Scraper aufhören

Nehmen Sie eine typische Zielfirma im Industrie-Mittelstand. Ein Zulieferer mit hundertachtzig Mitarbeitern, seit drei Generationen in Familienbesitz, im Gewerbegebiet einer Kleinstadt. Kein gepflegter Karteneintrag, weil dort keine Kunden hinkommen. Keine aktive Geschäftsführung in beruflichen Netzwerken. Eine Website, die zuletzt 2019 überarbeitet wurde.

Für einen Scraper ist diese Firma fast unsichtbar. Er findet vielleicht den Namen, die Adresse und eine Sammel-Mail an der Zentrale. Das war es.

Gleichzeitig ist diese Firma in Deutschland vollständig dokumentiert, nur eben woanders. Ihre Rechtsform und ihre Geschäftsführer stehen im Handelsregister. Ihr Umsatz und ihre Mitarbeiterzahl stehen im Bundesanzeiger. Ihre neue Halle steht in einer Bekanntmachung des Landratsamts. Ihre Zertifizierung nach ISO 50001 steht auf der eigenen Seite unter Aktuelles. Ihre offene Stelle für einen Instandhaltungsleiter steht in einem Stellenportal.

Nichts davon ist geheim. Alles davon ist öffentlich. Es steht nur nicht in den Verzeichnissen, die ein Scraper ausliest.

Der rechtliche Teil, den fast alle auslassen

Zwei Regeln greifen, und sie werden regelmäßig verwechselt.

Artikel 14 DSGVO betrifft das Sammeln. Sobald Sie personenbezogene Daten erheben, ohne sie bei der Person selbst zu erfragen, müssen Sie diese Person informieren, in der Regel binnen eines Monats. Ein Name mit dazugehöriger E-Mail-Adresse ist ein personenbezogenes Datum. Eine reine Firmenanschrift mit Zentrale ist es nicht. Das ist der Grund, warum viele Anbieter betonen, sie lieferten Firmendaten und keine Personendaten.

Paragraf 7 UWG betrifft das Ansprechen. Werbung per E-Mail an Geschäftskunden setzt eine mutmaßliche Einwilligung voraus, und die deutschen Gerichte legen das eng aus. Ihr Angebot muss für diesen konkreten Empfänger erkennbar von Interesse sein. Beim Telefonanruf gilt derselbe Maßstab.

Praktisch heißt das: Je unspezifischer Ihre Liste, desto schwächer Ihre Rechtsposition. Ein Rundschreiben an alle Metallbetriebe Baden-Württembergs steht auf dünnem Eis. Ein Anruf bei einer Firma, die vergangenen Monat eine Investition in genau Ihrem Bereich angekündigt hat, steht auf deutlich festerem Grund. Der Anlass ist nicht nur ein besserer Gesprächseinstieg, er ist auch die belastbarere Grundlage. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie Sie sich in fünf Minuten entscheiden

Beantworten Sie eine einzige Frage: Was fehlt Ihnen tatsächlich?

Fehlen Ihnen Adressen, weil Sie noch gar keine Liste haben, nehmen Sie LeadScraper oder Outscraper. Günstig, schnell, ausreichend.

Fehlt Ihnen die E-Mail-Adresse zu Namen, die Sie schon haben, nehmen Sie Hunter oder Skrapp. Alles andere wäre überbezahlt.

Fehlen Ihnen belastbare Firmendaten, also Rechtsform, Bilanz, Verflechtung, dann führt kein Weg an amtlichen Quellen vorbei. Kostenlos und mühsam über das Unternehmensregister, bequem und teuer über Dealfront.

Fehlt Ihnen der Grund, warum diese Firma ausgerechnet jetzt mit Ihnen sprechen sollte, dann löst keines der Werkzeuge in dieser Liste Ihr Problem, und Sie sollten in eine andere Kategorie schauen.

Häufige Fragen

Ist Lead Scraping in Deutschland legal?

Das Auslesen öffentlich zugänglicher Firmendaten ist für sich genommen nicht verboten. Zwei Dinge daran sind aber geregelt, und sie werden regelmäßig übersehen. Erstens: Sobald personenbezogene Daten dabei sind, also ein Name oder eine persönliche E-Mail-Adresse, greift Artikel 14 DSGVO. Danach müssen Sie die betroffene Person darüber informieren, dass Sie ihre Daten haben, in der Regel binnen eines Monats. Zweitens: Ob Sie die gewonnene Adresse anschreiben oder anrufen dürfen, ist eine getrennte Frage, die Paragraf 7 UWG beantwortet. Das eine erlaubt nicht das andere. Dies ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung.

Darf ich eine gescrapte Liste einfach anschreiben?

Nicht ohne Weiteres. Für Werbung per E-Mail an Geschäftskunden verlangt Paragraf 7 UWG eine mutmaßliche Einwilligung. Die deutsche Rechtsprechung legt das eng aus: Ihr Angebot muss für den konkreten Empfänger und seine berufliche Tätigkeit erkennbar von Interesse sein. Ein Serienbrief an alle Betriebe einer Branche erfüllt das eher nicht, ein gezielter Kontakt zu einer Firma, die gerade in genau Ihr Thema investiert hat, deutlich eher. Genau deshalb ist der Anlass nicht nur ein Verkaufsargument, sondern auch die rechtlich stabilere Grundlage.

Was ist der Unterschied zwischen einem Scraper und einer B2B-Datenbank?

Ein Scraper liest im Moment Ihrer Anfrage öffentliche Verzeichnisse aus und gibt Ihnen das Ergebnis. Er hat kein Gedächtnis und keine Prüfung. Eine Datenbank wie Dealfront oder Cognism pflegt einen eigenen Bestand, gleicht ihn ab und reichert ihn an. Der Scraper ist billiger und schneller, die Datenbank ist tiefer und teurer. Beide beantworten dieselbe Frage: wer passt zu meinen Kriterien.

Warum finde ich meinen Zielkunden in keinem der Werkzeuge?

Weil der typische deutsche Mittelständler dort nicht gepflegt ist, wo Scraper suchen. Ein Zulieferer mit hundertachtzig Mitarbeitern im Gewerbegebiet hat oft keinen gepflegten Karteneintrag, keine aktiven Profile der Geschäftsführung und eine Website von 2019. In den amtlichen Registern dagegen ist diese Firma vollständig dokumentiert, inklusive Umsatz und Mitarbeiterzahl. Wer diese Zielgruppe sucht, muss die Quelle wechseln, nicht das Werkzeug.

Was kostet das alles?

Die Spanne ist groß. Die reinen Scraper liegen im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat oder rechnen nach Verbrauch ab. Die Adress-Sucher liegen ähnlich. Die großen Datenbanken verlangen Jahresverträge im vierstelligen Bereich pro Arbeitsplatz und nennen den Preis erst nach einem Gespräch. Die amtlichen Quellen kosten nichts außer Zeit. Achten Sie bei allen Abo-Anbietern auf die Obergrenze freischaltbarer Datensätze. Das ist der Punkt, an dem ein günstiges Angebot teuer wird.

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