Vergleich · 8 Anbieter · Stand August 2026

Die beste B2B-Datenbank für Deutschland hängt davon ab, was Sie suchen

Firmenprofil, Bonität, Bilanz und Ansprechpartner kommen aus vier verschiedenen Quellen. Kein Anbieter ist bei allen vieren vorn. Diese Seite sagt, wer wobei führt, und nennt auch die kostenlose amtliche Quelle.

Kodo Leads ist unser eigenes Produkt. Es steht hier im selben Raster wie alle anderen, mit denselben Schwächen benannt. Die kostenlosen amtlichen Quellen stehen bewusst mit in der Liste, weil sie für manche Anwendungsfälle die richtige Antwort sind.

Die kurze Antwort

Sie brauchen Firmenprofil, Rechtsform und Bilanz zu deutschen Unternehmen für den Vertrieb.

Dealfront

Aus Echobot in Karlsruhe hervorgegangen, liest die amtlichen Register mit und packt eine vertriebstaugliche Oberfläche darum.

Sie brauchen Bonität, Zahlungserfahrung und Risikobewertung.

Creditreform

Das ist deren Kerngeschäft seit über hundert Jahren. Kein Vertriebswerkzeug kommt an diese Tiefe heran, und für eine Kreditentscheidung sollte auch keines herangezogen werden.

Sie wollen eine einzelne Firma nachschlagen und zahlen dafür nichts.

Unternehmensregister oder North Data

Die amtliche Quelle ist öffentlich zugänglich. North Data bereitet sie lesbarer auf. Für Einzelabfragen brauchen Sie keinen Vertrag.

Sie brauchen Handynummern für die Kaltakquise in ganz Europa.

Cognism

Keine der deutschen Firmendatenbanken ist dafür gebaut. Umgekehrt ist Cognism bei deutschen Firmendaten flach. Das sind zwei verschiedene Einkäufe.

Alle Anbieter nebeneinander

Gemessen an einer konkreten Frage statt an Bestandsgrößen: Nehmen Sie einen deutschen Mittelständler mit rund 180 Mitarbeitern, ohne aktive Selbstdarstellung im Netz und ohne LinkedIn-aktive Geschäftsführung. Welcher Anbieter kennt Rechtsform, Registernummer, letzten Jahresabschluss und einen erreichbaren Ansprechpartner? Diese Firma ist der Normalfall im deutschen B2B, nicht die Ausnahme.

Anbieter Deutsche Firmen Register & Bilanz Quelle je Angabe Stark bei
Dealfront stark ja teilweise Deutsche Registerdaten in einer Tiefe, die kein internationaler Anbieter erreicht, plus Website-Besucher
Creditreform stark ja ja Bonität und Zahlungserfahrung, Datenpunkte die es sonst nirgends gibt, plus praktisch lückenlose Abdeckung
Kodo Leads unser Produkt stark ja ja Der Anlass mit Datum und klickbarer Quelle, auch wenn er nur auf der Firmenseite steht und in keinem Presseportal landet
North Data stark ja ja Amtliche Quellen sauber aufbereitet, Einzelabfrage kostenlos, Verflechtungen auf einen Blick
Unternehmensregister und Bundesanzeiger stark ja ja Die Urquelle, kostenlos einsehbar, rechtlich verbindlich
Cognism mittel nein teilweise Handynummern in einer Qualität, die im europäischen Markt schwer zu schlagen ist
ZoomInfo schwach nein nein Abdeckung und Tiefe im US-Markt, breites Werkzeug-Umfeld
Apollo.io schwach nein nein Preis steht öffentlich, kostenlose Stufe, Datenbank und Sequenzen in einem Produkt

Dealfront

Entstanden 2023 aus Echobot in Karlsruhe und Leadfeeder in Finnland. Deutsche Firmendaten aus Handelsregister und Bundesanzeiger, kombiniert mit der Erkennung von Website-Besuchern. Für den Vertrieb im deutschen Mittelstand der naheliegendste Ausgangspunkt.

Stark bei
Deutsche Registerdaten in einer Tiefe, die kein internationaler Anbieter erreicht, plus Website-Besucher
Grenze
Handynummern schwächer als bei Cognism, außerhalb DACH dünn, Preis nur auf Anfrage

Für wen geeignet: Vertriebsteams mit deutschen und österreichischen Zielkunden, die neben Adressen auch Rechtsform, Register und Verflechtungen brauchen.

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Creditreform

Der genossenschaftlich organisierte Auskunfteiverbund, gegründet 1879. Der mit Abstand vollständigste Bestand zu deutschen Unternehmen, weil er nicht nur aus Registern, sondern auch aus gemeldeten Zahlungserfahrungen der Mitglieder gespeist wird. Verkauft zusätzlich Marketing-Adressen.

Stark bei
Bonität und Zahlungserfahrung, Datenpunkte die es sonst nirgends gibt, plus praktisch lückenlose Abdeckung
Grenze
Keine Vertriebsoberfläche, Abrechnung je Auskunft oder über Mitgliedschaft, keine Kaufsignale

Für wen geeignet: Wer eine Kreditentscheidung treffen, ein Limit setzen oder das eigene Ausfallrisiko bewerten muss. Für reines Vertriebs-Prospecting überdimensioniert.

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Kodo Leads

unser Produkt

Unser eigenes Produkt. Keine Datenbank zum Filtern, sondern eine kurze Liste von Firmen mit dem belegten Grund, warum gerade jetzt. Wir lesen dafür die firmeneigene Nachrichtenseite, Stellenanzeigen, Handelsregister, Bundesanzeiger und amtliche Bekanntmachungen mit und hängen an jede Aussage den Link, aus dem sie stammt.

Stark bei
Der Anlass mit Datum und klickbarer Quelle, auch wenn er nur auf der Firmenseite steht und in keinem Presseportal landet
Grenze
Kein CRM und kein Versandwerkzeug, bewusst kleine Listen statt Millionenbestand, außerhalb DACH dünn

Für wen geeignet: Vertrieb im Industrie-Mittelstand, der nicht mehr Adressen braucht, sondern einen Gesprächseinstieg mit Beleg.

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North Data

Bereitet die Veröffentlichungen aus Handelsregister und Bundesanzeiger lesbar auf, inklusive Verflechtungsgrafiken und Bilanzverläufen. Einzelabfragen sind kostenlos, Ausleitungen und Schnittstellen kosten.

Stark bei
Amtliche Quellen sauber aufbereitet, Einzelabfrage kostenlos, Verflechtungen auf einen Blick
Grenze
Keine Ansprechpartner, keine E-Mail-Adressen, keine Kaufsignale, nicht als Vertriebswerkzeug gedacht

Für wen geeignet: Wer eine konkrete Firma nachschlagen, Beteiligungen nachvollziehen oder eine Bilanzentwicklung sehen will, ohne einen Jahresvertrag zu unterschreiben.

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Unternehmensregister und Bundesanzeiger

Die amtliche Quelle selbst. Jahresabschlüsse, Registereintragungen und Bekanntmachungen im Original. Alles, was die kommerziellen Anbieter zu deutschen Firmen wissen, stammt in letzter Instanz von hier.

Stark bei
Die Urquelle, kostenlos einsehbar, rechtlich verbindlich
Grenze
Mühsame Suche, keine Massenausleitung, keine Ansprechpartner, keine Adressdaten im Vertriebssinn

Für wen geeignet: Wer einzelne Angaben im Original prüfen will, oder wer wenige Firmen recherchiert und dafür kein Werkzeug kaufen möchte.

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Cognism

Britischer Anbieter mit Schwerpunkt auf Kontaktdaten für den Direktanruf. Ein Teil der Handynummern wird telefonisch nachgeprüft, dazu kommt der Abgleich gegen die Robinsonlisten mehrerer Länder.

Stark bei
Handynummern in einer Qualität, die im europäischen Markt schwer zu schlagen ist
Grenze
Deutsche Firmendaten flach, kein Register und keine Bilanz, Jahresvertrag mit Platzgebühr

Für wen geeignet: Teams, die viel telefonieren und deren Engpass die Erreichbarkeit ist, nicht das Firmenwissen.

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ZoomInfo

Der amerikanische Platzhirsch. Sehr großer Bestand, sehr stark in den USA, mit Kaufabsichts-Daten und angeschlossenen Vertriebswerkzeugen.

Stark bei
Abdeckung und Tiefe im US-Markt, breites Werkzeug-Umfeld
Grenze
Deutscher Mittelstand ist eine bekannte Schwachstelle, hohe Einstiegskosten, Verarbeitung außerhalb der EU

Für wen geeignet: Unternehmen mit nennenswertem US-Geschäft und einem Budget, das eine Enterprise-Lizenz trägt.

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Apollo.io

Große Kontaktdatenbank plus Versandwerkzeug in einem, mit veröffentlichter Preisliste und kostenloser Einstiegsstufe. Der günstigste ernstzunehmende Einstieg in diese Kategorie.

Stark bei
Preis steht öffentlich, kostenlose Stufe, Datenbank und Sequenzen in einem Produkt
Grenze
Datenqualität in Europa schwankend, deutsche Firmendaten sehr flach, Freischalt-Kontingente sind der eigentliche Preis

Für wen geeignet: Kleine Teams und Gründer, die heute anfangen wollen und kein Budget für einen Jahresvertrag haben.

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Warum es die eine deutsche B2B-Datenbank nicht gibt

Wer nach einer B2B-Datenbank für Deutschland sucht, sucht in Wahrheit meistens vier verschiedene Dinge auf einmal: das Firmenprofil, die wirtschaftlichen Kennzahlen, die Bonität und einen Menschen, den man anrufen kann. Diese vier Angaben stammen aus vier verschiedenen Quellen, und sie werden von vier verschiedenen Sorten Anbieter gepflegt.

Das Firmenprofil und die Kennzahlen kommen aus den amtlichen Registern. Die Bonität kommt von den Auskunfteien, die zusätzlich Zahlungserfahrungen ihrer Mitglieder auswerten. Die Ansprechpartner kommen aus einer ganz anderen Welt, nämlich aus beruflichen Netzwerken, Impressen und Muster-Ableitungen. Und der Kaufanlass kommt aus keiner dieser Quellen, sondern aus dem, was eine Firma selbst gerade veröffentlicht.

Ein Anbieter, der bei allen vieren führend wäre, müsste vier verschiedene Datenbeschaffungen gleichzeitig betreiben. Den gibt es nicht. Deshalb ist die richtige Frage nicht welche Datenbank die beste ist, sondern welche der vier Angaben Ihr Engpass ist.

Die Falle bei internationalen Anbietern

Amerikanische Anbieter bauen ihre Bestände um Personen herum auf. Das funktioniert gut in Märkten, in denen fast jeder Entscheider ein gepflegtes berufliches Profil hat. In Deutschland funktioniert es für Konzerne, Beratungen und die Technologiebranche ordentlich, und für den klassischen Mittelstand deutlich schlechter.

Nehmen Sie einen Zulieferer mit 180 Mitarbeitern in Ostwestfalen. Die Geschäftsführung ist seit zwanzig Jahren im Amt und in keinem Netzwerk aktiv. Die Website hat neun Seiten. In einer personenzentrierten Datenbank existiert diese Firma als dünner Eintrag mit einer allgemeinen Adresse. In den amtlichen Registern existiert sie vollständig: Rechtsform, Registernummer, Gesellschafter, Jahresabschluss, Beteiligungen.

Das ist der Grund, warum ein deutscher Anbieter in Deutschland gewinnt, obwohl er weltweit der kleinere ist. Es ist kein Qualitätsunterschied im Handwerk, es ist ein Unterschied in der Quelle.

Was Sie kostenlos bekommen, bevor Sie etwas kaufen

Bevor Sie einen Jahresvertrag unterschreiben, lohnt ein Blick auf die kostenlosen Wege. Das Unternehmensregister und der Bundesanzeiger sind öffentlich einsehbar. North Data bereitet dieselben Veröffentlichungen lesbarer auf und beantwortet Einzelabfragen ohne Vertrag.

Wenn Sie im Monat zwanzig Firmen recherchieren, brauchen Sie kein Werkzeug. Wenn Sie zweitausend brauchen, brauchen Sie eines, und dann geht es um Ausleitung, Schnittstellen und Aktualisierung. Der Bruch liegt bei der Menge, nicht bei der Datenqualität.

Der Punkt, den keine Datenbank abdeckt

Alle hier genannten Anbieter beantworten die Frage: welche Firmen passen zu meinen Kriterien. Branche, Größe, Region, Rechtsform, Bonität. Diese Frage ist wichtig, und sie ist gut beantwortet.

Die Frage, die im Gespräch tatsächlich über den Termin entscheidet, ist eine andere: warum sollte diese Firma ausgerechnet jetzt mit mir sprechen. Diese Antwort steht in keiner Stammdatenbank, weil sie kein Stammdatum ist. Sie steht auf der Aktuelles-Seite der Firma, in einer frisch geschalteten Stellenanzeige, in einer amtlichen Bekanntmachung, in einem neuen Zertifikat, in der Investitionsmeldung des Lokalblatts.

Wer eine Liste von zweitausend passenden Firmen hat und trotzdem keine Termine bekommt, hat kein Datenbank-Problem. Er hat ein Anlass-Problem, und das löst man mit einer anderen Art von Werkzeug.

Häufige Fragen

Welche B2B-Datenbank hat die besten Daten für Deutschland?

Das hängt davon ab, was Sie brauchen. Für Firmenprofil, Rechtsform und Bilanz ist Dealfront im deutschen Markt vorn. Für Bonität ist es Creditreform. Für Handynummern zum Anrufen ist es Cognism. Internationale Anbieter wie Apollo oder ZoomInfo unterrepräsentieren den deutschen Mittelstand systematisch, weil sie ihre Bestände um Personen statt um Register herum aufbauen.

Wie viele Unternehmen gibt es in Deutschland?

Rund 3,4 Millionen aktive Unternehmen, davon etwa 400.000 im klassischen Mittelstand mit 10 bis 499 Mitarbeitern. Genau diese 400.000 sind das Herzstück der deutschen Wirtschaft und zugleich die schwächste Stelle internationaler Datenbanken.

Ist das Handelsregister kostenlos nutzbar?

Ja. Über unternehmensregister.de und handelsregister.de sind die Basisdaten öffentlich einsehbar, ebenso die im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschlüsse. Kostenpflichtig wird es erst beim strukturierten Zugriff, also bei Massenabfragen und Schnittstellen.

Darf ich B2B-Daten für die Kaltakquise nutzen?

Firmendaten aus öffentlichen Quellen dürfen für die B2B-Ansprache genutzt werden. Für den Werbeanruf bei Unternehmen verlangt § 7 UWG allerdings eine mutmaßliche Einwilligung, und personenbezogene Daten natürlicher Personen unterliegen zusätzlich der DSGVO. Klären Sie den konkreten Fall mit Ihrer Rechtsabteilung, diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie aktuell müssen B2B-Daten sein?

Bei Stammdaten wie Adresse oder Rechtsform reicht ein jährlicher Stand, die ändern sich selten. Bei Kaufsignalen zählt Aktualität in Wochen: eine Investition, eine Ausschreibung oder eine neue Stelle sind nach einem halben Jahr keine Gelegenheit mehr. Das ist der Punkt, an dem ein jährlich aktualisierter Bestand nicht mehr genügt.