Der größte Bestand gegen das günstigste Rundum-Paket
ZoomInfo und Apollo sind die beiden Namen, die im Vergleich am häufigsten nebeneinanderstehen. Sie unterscheiden sich weniger in dem, was sie können, als darin, was sie kosten und wo ihre Daten dünn werden.
Die kurze Antwort
Sie verkaufen nach Nordamerika und haben ein Budget im fünfstelligen Bereich pro Jahr.
→ ZoomInfo
In den USA ist der Bestand tiefer als bei jedem anderen Anbieter. Direktwahlen, Organigramme, Technologie-Einsatz. Dafür ist das Produkt gebaut, und dort spielt es seine Stärke aus.
Sie sind ein kleines Team, wollen heute anfangen und Datenbank plus Anschreiben aus einer Hand.
→ Apollo
Apollo hat einen kostenlosen Einstieg, eine Preisliste im Netz und Sequenzen samt Wählhilfe eingebaut. Sie brauchen kein zweites Werkzeug und keinen Vertriebstermin, um loszulegen.
Ihr Einkauf oder Datenschutzbeauftragter schaut genau hin, wo Daten verarbeitet werden.
→ Bei beiden wird es aufwendig
Beide sind US-Anbieter mit US-Verarbeitung. Das ist lösbar, kostet aber Prüfzeit und Standardvertragsklauseln. Bei einem europäischen Anbieter entfällt diese Runde.
Ihre Zielkunden sind deutsche Familienunternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern.
→ Beide werden Sie enttäuschen
Ein Zerspaner in Schwaben ohne aktive Selbstdarstellung im Netz existiert in beiden Beständen bestenfalls als Fragment. Rechtsform, Registernummer, Jahresabschluss und Konzernzugehörigkeit stehen in deutschen Registern, die keiner der beiden systematisch mitliest.
Direkter Feature-Vergleich
Stärken und Schwächen basierend auf echten Nutzererfahrungen und Datenarchitekturen.
ZoomInfo
US-Anbieter aus dem Bundesstaat Washington, börsennotiert. Der größte kommerzielle B2B-Datenbestand am Markt, verkauft im Jahresvertrag an Vertriebsorganisationen ab einer gewissen Größe.
Die größten Stärken
Die Schwächen
Apollo.io
US-Anbieter aus San Francisco. Datenbank, Anschreiben und Wählhilfe in einem Produkt, mit kostenlosem Einstieg und veröffentlichter Preisliste.
Die größten Stärken
Die Schwächen
Tiefe Marktanalyse: Für wen eignet sich was?
Beide beantworten dieselbe Frage, in unterschiedlicher Preisklasse
ZoomInfo und Apollo lösen dasselbe Problem: Sie wollen eine Liste von Firmen und Personen, die zu Ihren Kriterien passen, mit Kontaktdaten daran. Branche, Größe, Region, Position, eingesetzte Technologie. Beide beantworten diese Frage, und beide beantworten sie in den USA sehr gut.
Der Unterschied ist vor allem einer der Preisklasse und des Zuschnitts. ZoomInfo verkauft an Vertriebsorganisationen mit eigenem Budget für Datenbeschaffung. Apollo verkauft an alle anderen, mit einem Einstieg, der nichts kostet, und einer Preisliste, die man ohne Gespräch lesen kann. Wer Apollo für die günstige Variante von ZoomInfo hält, liegt in der Grundfunktion nicht falsch.
Wo der Unterschied in der Qualität sitzt
ZoomInfo betreibt einen erheblichen Aufwand für die Pflege seines Bestands, inklusive Nachtelefonieren und Abgleich mit Firmenangaben. Apollo setzt stärker auf Anreicherung durch die eigene Nutzerschaft: Wer das Produkt einsetzt, trägt Daten bei. Das erklärt sowohl die Größe des Bestands als auch die schwankende Qualität.
Praktisch heißt das: bei Apollo sollten Sie mit einem höheren Anteil veralteter Adressen rechnen und die Prüfung einplanen. Bei ZoomInfo bezahlen Sie diese Prüfung mit im Preis.
Der Punkt, an dem beide im deutschen Mittelstand aufhören
Nehmen Sie eine typische Zielfirma: ein Zulieferer mit 180 Mitarbeitern, seit drei Generationen in Familienbesitz, mit einer Website, die zuletzt 2019 überarbeitet wurde. Diese Firma ist in Deutschland vollständig dokumentiert, aber nicht dort, wo ZoomInfo und Apollo suchen.
Ihre Rechtsform, ihre Geschäftsführer und ihre Beteiligungen stehen im Handelsregister. Ihre Mitarbeiterzahl und ihr Umsatz stehen im Bundesanzeiger. Ihre neue Halle steht in einer Bekanntmachung des Landratsamts und in der Lokalzeitung. Ihre neue Zertifizierung steht auf der eigenen Seite unter Aktuelles. Ihre offene Stelle für einen Instandhaltungsleiter steht in einem Stellenportal.
Nichts davon ist geheim. Alles davon ist öffentlich. Aber keine der beiden Datenbanken liest diese Quellen systematisch mit, weil beide für einen Markt gebaut wurden, in dem Firmendaten anders entstehen.
Datenschutz: derselbe Aufwand bei beiden
Beide Anbieter verarbeiten in den USA. Das ist seit dem transatlantischen Datenschutzrahmen wieder handhabbar, aber es bleibt eine Prüfrunde: Auftragsverarbeitungsvertrag, Übermittlungsgrundlage, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Wenn in Ihrem Haus ein Datenschutzbeauftragter mitentscheidet, planen Sie diese Runde ein.
Rechnen Sie außerdem damit, dass Sie erklären müssen, woher die Kontaktdaten stammen. Bei beiden Anbietern lautet die Antwort: aus einer Vielzahl von Quellen, zusammengeführt und angereichert. Das ist zulässig, aber es ist keine Antwort, die eine skeptische Rechtsabteilung beruhigt.
Was Sie nach der Entscheidung immer noch nicht wissen
Angenommen, Sie haben sich entschieden und die Liste steht. Zweihundert Firmen, die zu Ihren Kriterien passen, mit Ansprechpartner und Nummer. Dann bleibt die Frage, die im Vertrieb tatsächlich über den Termin entscheidet: Warum sollte ausgerechnet diese Firma ausgerechnet jetzt mit Ihnen sprechen.
Auf diese Frage antwortet ein Filter nicht. Ein Filter sagt Ihnen, wer zu Ihrem Idealbild passt. Er sagt Ihnen nicht, wer gerade investiert, gerade zertifiziert, gerade eine Stelle ausgeschrieben oder gerade den Standort erweitert hat. Genau diese Anlässe sind aber der Unterschied zwischen einem Erstanruf, der nach Werbung klingt, und einem, der nach einem Grund klingt.
Wenn Ihr Engpass die schiere Menge an Kontakten in Nordamerika ist, nehmen Sie ZoomInfo. Wenn Sie klein anfangen und alles in einem Werkzeug wollen, nehmen Sie Apollo. Wenn Ihr Engpass der Anlass ist, und Ihre Kunden in Deutschland sitzen, löst keines von beiden Ihr Problem.
Weder ZoomInfo noch Apollo.io passen?
Kodo Leads ist keine dritte Datenbank zum Filtern. Wir lesen für eine überschaubare Zahl von Firmen genau die Quellen mit, an denen ZoomInfo und Apollo aufhören: das Handelsregister, den Bundesanzeiger, amtliche Bekanntmachungen, Stellenanzeigen und die Nachrichtenseite der Firma selbst. Hinter jeder Aussage steht der Link, aus dem sie stammt.