Apollo.io vs. Cognism
Der ehrlichste Vergleich ist ein Preisvergleich
Von Benedict Mehlmann, Technik und Produkt bei Kodo Leads · Zuletzt aktualisiert am
Kodo gibt es als Software (ab 290 € im Monat) und als Rundum-Service (ab 1.790 €).
Beide verkaufen Kontaktdaten für die Kaltakquise. Der Unterschied ist nicht der Funktionsumfang, sondern was eine brauchbare Telefonnummer kosten darf, und wie viele Sie brauchen.
Oder erst ein Gespräch: Termin mit Joshua
Die kurze Antwort
- Sie starten gerade, haben kein Budget für einen Jahresvertrag und wollen heute anfangen.ApolloVeröffentlichte Preisliste, kostenlose Einstiegsstufe, Selbstbedienung ohne Verkaufsgespräch. Sie können in einer Stunde die erste Liste ziehen.
- Sie telefonieren in Europa und Ihre Erreichbarkeitsquote ist Ihr Engpass.CognismTelefonisch nachgeprüfte Handynummern plus Abgleich gegen die Robinsonlisten. Der Aufpreis rechnet sich, sobald eine Anrufstunde teuer genug ist.
- Sie brauchen neben Daten auch gleich Sequenzen, Wählhilfe und Postfach in einem.ApolloApollo ist Datenbank und Versandwerkzeug in einem Produkt. Cognism ist bewusst nur die Datenquelle und wird an Ihr CRM angeschlossen.
- Ihre Zielkunden sind deutsche Mittelständler ohne große Netzpräsenz.Weder noch, schauen Sie auf DealfrontBeide bauen ihren Bestand um Personen herum. Eine Firma mit 180 Mitarbeitern ohne LinkedIn-aktive Geschäftsführung ist dort dünn abgebildet.
Direkter Feature-Vergleich
Stärken und Schwächen basierend auf echten Nutzererfahrungen und Datenarchitekturen.
Apollo.io
US-Anbieter, seit 2015. Große Kontaktdatenbank plus Versandwerkzeug in einem, mit veröffentlichter Preisliste und kostenloser Einstiegsstufe. Das günstigste ernstzunehmende Werkzeug in dieser Kategorie.
Die größten Stärken
- Preise stehen öffentlich auf der Seite. Sie müssen nicht erst mit dem Vertrieb sprechen, um zu wissen, ob es passt.
- Kostenlose Stufe zum Ausprobieren, danach Selbstbedienung ohne Jahresvertrag.
- Datenbank und Versandwerkzeug in einem: Sequenzen, Wählhilfe, Postfach-Anbindung.
- Sehr große Abdeckung, besonders in den USA und bei Technologie-Unternehmen.
- Erweiterung für den Browser, die Profile direkt anreichert.
Die Schwächen
- Datenqualität schwankt spürbar, in Europa stärker als in den USA. Rechnen Sie mit einem nennenswerten Anteil veralteter Nummern und Adressen.
- Deutsche Firmendaten sind flach. Rechtsform, Register, Abschluss sind kein Thema.
- Datenschutz-Prüfung im deutschen Einkauf ist aufwendiger, weil die Verarbeitung nicht in der EU liegt.
- Die Freischalt-Kontingente sind der eigentliche Preis. Wer viel exportiert, landet schnell in einer höheren Stufe.
Cognism
Britischer Anbieter, seit 2015. Verkauft keine Werkzeugkiste, sondern Kontaktdaten in möglichst hoher Qualität, mit dem Schwerpunkt auf Handynummern für den Direktanruf.
Die größten Stärken
- Ein Teil der Handynummern wird telefonisch bestätigt. In Europa der spürbarste Qualitätsunterschied dieser Kategorie.
- Abgleich gegen die Robinsonlisten mehrerer Länder, inklusive der deutschen.
- Kaufabsichts-Daten über eine Partnerschaft mit Bombora.
- Gute Abdeckung in Großbritannien und Westeuropa, nicht nur in den USA.
- Saubere Anbindung an gängige CRM-Systeme statt eines geschlossenen eigenen Kosmos.
Die Schwächen
- Preis nur auf Anfrage, Jahresvertrag, Grundgebühr plus Kosten je Arbeitsplatz. Für ein kleines Team eine hohe Einstiegshürde.
- Kein eigenes Versandwerkzeug. Sie brauchen zusätzlich ein CRM oder ein Sequenz-Werkzeug.
- Deutsche Firmendaten sind nicht der Fokus, hier ist Dealfront deutlich tiefer.
- Kein Ausprobieren ohne Gespräch. Sie sehen das Produkt erst nach einem Vorführtermin.
Der Unterschied ist eine Rechenaufgabe, keine Geschmacksfrage
Apollo und Cognism verkaufen dasselbe Gut: die Möglichkeit, eine bestimmte Person zu erreichen. Sie unterscheiden sich darin, was eine erreichbare Person kosten darf.
Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen. Nehmen Sie an, ein Vertriebler kostet Sie mit allem Drum und Dran einen bestimmten Betrag pro Stunde, und er schafft in dieser Stunde eine feste Zahl an Anrufversuchen. Wenn ein Anbieter eine Erreichbarkeitsquote von 20 Prozent liefert und der andere 35 Prozent, dann ist der Unterschied nicht ein Datenbank-Detail, sondern ein Drittel der Arbeitszeit Ihres teuersten Mitarbeiters.
Bei zwei Vertrieblern, die halbtags telefonieren, kippt diese Rechnung fast immer zugunsten des teureren Anbieters. Bei einer Gründerin, die nebenher selbst zwanzig Anrufe pro Woche macht, kippt sie fast immer zugunsten des günstigeren. Es gibt hier keine allgemeingültige Antwort, es gibt nur Ihre Zahlen.
Wo Apollo klar gewinnt
Beim Anfangen. Es gibt eine kostenlose Stufe, es gibt eine veröffentlichte Preisliste, und es gibt keinen Vertriebsprozess davor. Sie können heute Nachmittag eine Liste ziehen und morgen die erste Sequenz starten. Diese Reibungsfreiheit ist ein echter Wert, besonders wenn Sie noch gar nicht wissen, ob Ihr Wunschkundenprofil stimmt.
Außerdem ist Apollo ein Werkzeug statt einer Quelle. Sequenzen, Wählhilfe und Postfach sind dabei. Wer noch kein CRM und kein Outreach-Werkzeug hat, spart sich damit zwei weitere Verträge. Cognism setzt voraus, dass es diese Umgebung bei Ihnen schon gibt.
Wo Cognism klar gewinnt
Bei der Nummer. Telefonisch geprüft heißt, dass jemand tatsächlich angerufen und bestätigt hat. Das ist teuer und langsam, und deshalb kann es nicht jeder leisten. In Europa ist der Abstand größer als in den USA, weil europäische Mobilnummern schlechter aus öffentlichen Quellen ableitbar sind.
Dazu der rechtliche Teil. Werbeanrufe bei Geschäftskunden sind in Deutschland eng gefasst, und der Abgleich gegen die Robinsonlisten nimmt der eigenen Rechtsabteilung ein Argument aus der Hand. Wer in einem größeren Unternehmen einkauft, weiß, wie viel dieser eine Punkt wert sein kann.
Der Punkt, an dem beide nicht weiterhelfen
Beide beantworten die Frage: wie erreiche ich diese Person. Keiner von beiden beantwortet: warum sollte diese Person mir jetzt zuhören.
Das ist keine Kritik an den Produkten, das ist ihre Bauart. Eine Kontaktdatenbank ist nach Personen sortiert, nicht nach Ereignissen. Der Anlass steht woanders: auf der Aktuelles-Seite der Firma, in einer frischen Stellenanzeige, in einer Bekanntmachung, in einem neuen Zertifikat, in der Investitionsmeldung im Lokalblatt.
Wenn Ihre Erstanrufe daran scheitern, dass niemand rangeht, ist Cognism die Antwort. Wenn sie daran scheitern, dass jemand rangeht und dann nicht versteht, warum Sie anrufen, ist keines von beiden die Antwort.
Die Dritte Option
Weder Apollo.io noch Cognism passen?
Kodo Leads verkauft keine Datenbank nach Personen, sondern eine kurze Liste von Firmen mit dem belegten Grund, warum gerade jetzt. Wir lesen dafür die eigene Nachrichtenseite, Stellenanzeigen, das Handelsregister und amtliche Bekanntmachungen mit.
- Der Gesprächseinstieg steht auf der Karte, mit Datum und klickbarer Quelle.
- Keine Freischalt-Kontingente und keine Platzgebühr, Abrechnung je geliefertem Kontakt.
- Finanzzahlen aus Bundesanzeiger und Unternehmensregister, mit Jahr und Quelle.
- Ansprechpartner mit Rolle, getrennt nach belegter und abgeleiteter Adresse.
- Verarbeitung in Deutschland, was die Prüfung im Einkauf kurz hält.
- Ergänzt ein Werkzeug wie Apollo, statt es zu ersetzen: Versand dort, Anlass hier.
Weitere Vergleiche
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