Zwei Adress-Sucher, zwei Ausgangspunkte
Hunter und Skrapp lösen dieselbe letzte Meile: Sie kennen den Namen, Ihnen fehlt die E-Mail-Adresse. Der Unterschied liegt darin, wo sie anfangen zu suchen, und darin, ob sie Ihnen sagen, woher die Adresse stammt.
Die kurze Antwort
Sie wollen wissen, auf welcher Seite eine Adresse gefunden wurde, bevor Sie schreiben.
→ Hunter.io
Hunter zeigt die Fundstelle an. Das ist im ganzen Feld selten und für die Dokumentation Ihrer Datenherkunft der einzige belastbare Unterschied.
Sie arbeiten sich durch Profillisten im beruflichen Netzwerk und wollen daraus Adressen ziehen.
→ Skrapp.io
Skrapp ist um diesen Arbeitsablauf herum gebaut. Die Erweiterung nimmt Ihnen das Abtippen ab und liefert die abgeleitete Adresse direkt in der Liste.
Sie brauchen eine Anbindung an eigene Software oder verarbeiten größere Mengen automatisiert.
→ Hunter.io
Die Schnittstelle von Hunter ist ausgereifter, sauber dokumentiert und stabiler. Wer selbst entwickelt, merkt den Unterschied schnell.
Sie wissen noch gar nicht, welche Firmen Sie ansprechen wollen.
→ Keines von beiden hilft Ihnen
Beide sind Adress-Sucher, keine Firmensuchen. Sie müssen schon wissen, wen Sie suchen. Für den Schritt davor brauchen Sie eine andere Art von Werkzeug.
Direkter Feature-Vergleich
Stärken und Schwächen basierend auf echten Nutzererfahrungen und Datenarchitekturen.
Hunter.io
Französischer Anbieter, seit 2015. Der Ausgangspunkt ist die Domain: Hunter erkennt das E-Mail-Muster einer Firma und belegt gefundene Adressen mit der Seite, auf der sie standen.
Die größten Stärken
Die Schwächen
Skrapp.io
Adress-Sucher mit Schwerpunkt auf beruflichen Netzwerken. Sie arbeiten in einer Ergebnisliste, die Browser-Erweiterung leitet die wahrscheinlichen Adressen ab und sammelt sie ein.
Die größten Stärken
Die Schwächen
Tiefe Marktanalyse: Für wen eignet sich was?
Der Unterschied ist der Ausgangspunkt
Beide Werkzeuge lösen denselben letzten Schritt, aber sie fangen an verschiedenen Enden an.
Hunter geht von der Domain aus. Sie geben eine Firmen-Website ein, Hunter durchsucht das offene Netz nach Adressen dieser Domain, erkennt daraus das Muster und kann anschließend zu einem beliebigen Namen die wahrscheinliche Adresse bilden. Der Weg funktioniert unabhängig davon, ob die Person irgendwo ein Profil pflegt.
Skrapp geht vom Profil aus. Sie arbeiten in einer Ergebnisliste im beruflichen Netzwerk, die Erweiterung liest Name und Firma mit und leitet daraus ab. Der Weg ist bequemer, solange Ihre Zielpersonen dort auffindbar sind.
Für den deutschen Industrie-Mittelstand ist das ein handfester Unterschied. Ein Instandhaltungsleiter in einem Familienbetrieb mit hundertachtzig Mitarbeitern pflegt oft kein berufliches Profil. Er steht aber möglicherweise im Impressum, in einer Pressemitteilung oder auf der Team-Seite. Den findet der Weg über die Domain, der Weg über das Profil nicht.
Die Fundstelle ist der eigentliche Unterschied
Hunter unterscheidet zwischen einer Adresse, die tatsächlich irgendwo im Netz gefunden wurde, und einer, die aus dem Muster abgeleitet ist. Bei der ersten nennt Hunter die Seite. Das klingt nach einem Detail und ist keins.
Erstens praktisch: Eine belegte Adresse ist deutlich seltener falsch als eine abgeleitete. Zweitens rechtlich: Wenn Sie dokumentieren müssen, woher ein personenbezogenes Datum stammt, und nach Artikel 14 DSGVO müssen Sie das grundsätzlich, ist eine benannte Fundstelle etwas völlig anderes als der Satz, das Werkzeug habe die Adresse geliefert.
Skrapp macht diese Unterscheidung nicht sichtbar. Alles kommt gleich aussehend heraus.
Preis: Skrapp gewinnt, aber die Rechnung ist nicht die ganze Geschichte
Bei vergleichbaren Kontingenten liegt Skrapp unter Hunter, in den mittleren Paketen spürbar. Beide veröffentlichen ihre Preise, beide haben einen kostenlosen Einstieg mit kleinem Kontingent, bei beiden ist eine Suche eine Suche, ob sie erfolgreich ist oder nicht.
Der zweite Teil ist wichtiger als der erste: Rechnen Sie nicht in Suchen, sondern in gefundenen und tatsächlich zustellbaren Adressen. Ein günstigeres Werkzeug mit halber Trefferquote ist am Ende teurer. Testen Sie beide mit derselben Liste von dreißig echten Zielpersonen aus Ihrem Markt, bevor Sie sich binden. Das kostet nichts und beantwortet die Frage besser als jeder Vergleichsartikel.
Was beide nicht können
Beide beantworten die Frage: wie lautet die E-Mail-Adresse dieser Person. Das ist eine enge, nützliche Frage, und beide beantworten sie gut.
Sie beantworten nicht, welche Firmen überhaupt infrage kommen. Sie beantworten nicht, wie groß eine Firma ist, wem sie gehört, wie ihr letzter Jahresabschluss aussah. Und sie beantworten vor allem nicht, warum diese Firma ausgerechnet jetzt mit Ihnen sprechen sollte.
Das ist kein Vorwurf, es ist der Zuschnitt. Ein Adress-Sucher ist das letzte Glied einer Kette. Wenn die Glieder davor fehlen, haben Sie am Ende eine korrekte Adresse und keinen Grund zu schreiben. Genau darin liegt in Deutschland auch das rechtliche Problem: Werbung per E-Mail an Geschäftskunden setzt nach Paragraf 7 UWG eine mutmaßliche Einwilligung voraus, und die hängt daran, ob Ihr Angebot für diesen konkreten Empfänger erkennbar von Interesse ist. Eine Adresse allein trägt diese Begründung nicht.
Wenn Sie die Herkunft Ihrer Adressen belegen wollen, nehmen Sie Hunter. Wenn Sie günstig aus Profillisten sammeln, nehmen Sie Skrapp. Wenn Ihnen der Grund fehlt, brauchen Sie kein drittes Adress-Werkzeug.
Weder Hunter.io noch Skrapp.io passen?
Kodo Leads ist kein Adress-Sucher, sondern das Glied davor. Wir suchen erst die Firmen mit einem belegten Anlass und liefern die Ansprechpartner samt Adresse mit. Getrennt danach, ob die Adresse belegt oder abgeleitet ist, mit Link auf die Fundstelle.