Unabhängiger Software Vergleich
Lusha
vs.
Cognism

Der schnelle Einstieg gegen die geprüfte Nummer

Lusha und Cognism liefern beide Kontaktdaten für den Direktanruf. Der Unterschied ist nicht der Funktionsumfang, sondern wie viel Aufwand hinter einer einzelnen Telefonnummer steckt, und was das kostet.

Die kurze Antwort

Sie sind ein bis fünf Leute, wollen heute anfangen und nicht mit einem Vertriebler sprechen.

Lusha

Kostenloser Einstieg, Preise im Netz, Browser-Erweiterung in fünf Minuten eingerichtet. Sie können das Produkt bewerten, bevor Sie etwas unterschreiben.

Ihr Team macht monatlich mehrere hundert Erstanrufe und die Erreichbarkeitsquote ist Ihr Engpass.

Cognism

Ein Teil der Handynummern wird tatsächlich angerufen und bestätigt. Bei hohem Anrufvolumen zahlt sich das messbar aus, bei zwanzig Anrufen im Monat nicht.

Ihre Rechtsabteilung fragt nach dem Abgleich mit Werbewiderspruchslisten.

Cognism

Cognism gleicht gegen die Robinsonlisten mehrerer Länder ab, inklusive der deutschen. Das nimmt der internen Diskussion einen Teil der Schärfe.

Sie brauchen Rechtsform, Jahresabschluss oder Konzernzugehörigkeit deutscher Firmen.

Keines von beiden liefert das

Beide sind auf Personen ausgerichtet, nicht auf Firmen. Diese Angaben stehen im Handelsregister und im Bundesanzeiger, die keiner der beiden systematisch mitliest.

Direkter Feature-Vergleich

Stärken und Schwächen basierend auf echten Nutzererfahrungen und Datenarchitekturen.

Lusha

Israelischer Anbieter, seit 2016. Angetreten als Browser-Erweiterung für den schnellen Griff nach einer Telefonnummer, inzwischen mit eigener Firmensuche. Der Zugang ist Selbstbedienung, ohne Gespräch.

Die größten Stärken

    Kostenloser Einstieg und veröffentlichte Preise. Kein Vertriebstermin nötig, um anzufangen.
    Die Erweiterung ist schnell und im Alltag angenehm. Nummer holen dauert einen Klick.
    Deutlich günstiger als Cognism, besonders für kleine Teams.
    Anbindung an die gängigen CRM-Systeme vorhanden.
    Kurze Einarbeitung. Wer das Werkzeug heute kauft, arbeitet heute damit.

Die Schwächen

    Die Handynummern sind schwächer. Ein spürbarer Teil ist veraltet oder führt zur Zentrale.
    Kein systematischer Abgleich mit Werbewiderspruchslisten in dem Umfang, den Cognism bietet.
    Bei deutschen Mittelständlern dünn, besonders außerhalb der Geschäftsführung.
    Kaum Auslöser oder Signale. Sie bekommen Kontaktdaten, keine Anlässe.
    Die Kontingente sind kleiner, als sie auf der Preisseite wirken. Rechnen Sie nach.

Cognism

Britischer Anbieter aus London, seit 2015. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Kontaktdaten für den Direktanruf, vor allem auf Handynummern, die telefonisch nachgeprüft wurden.

Die größten Stärken

    Handynummern in einer Qualität, die im europäischen Markt schwer zu schlagen ist. Ein Teil des Bestands wird tatsächlich angerufen.
    Abgleich gegen die Robinsonlisten mehrerer Länder, inklusive der deutschen.
    Kaufabsichts-Daten über eine Partnerschaft mit Bombora.
    Breite Abdeckung über Europa hinaus, besonders Großbritannien und Nordamerika.
    Unbegrenzte Ansicht von Datensätzen in bestimmten Tarifen, was das Rechnen einfacher macht.

Die Schwächen

    Deutlich teurer. Jahresvertrag mit Grundgebühr plus Kosten je Arbeitsplatz, für ein Zweierteam oft schon spürbar.
    Preis nur auf Anfrage. Vor dem ersten Angebot steht ein Vertriebsgespräch.
    Bei deutschen Firmendaten flach. Rechtsform, Register und Jahresabschluss sind nicht der Fokus.
    Keine Erkennung von Website-Besuchern.
    Kaufabsichts-Daten sind auf Themenebene, nicht auf Firmenereignis-Ebene.

Tiefe Marktanalyse: Für wen eignet sich was?

Beide verkaufen Telefonnummern, zu sehr verschiedenen Preisen

Lusha und Cognism beantworten dieselbe Frage: Wie erreiche ich diese Person direkt. Der Unterschied liegt im Aufwand hinter der Antwort.

Cognism ruft einen Teil seiner Handynummern tatsächlich an und bestätigt sie. Das ist langsam und teuer, und genau deshalb ist es ein echter Vorsprung. Lusha leitet stärker ab und gleicht weniger nach, dafür kostet das Produkt einen Bruchteil und ist ohne Gespräch zugänglich.

Beides sind legitime Zuschnitte. Die Frage ist nur, welcher zu Ihrem Anrufvolumen passt.

Wann sich der Aufpreis rechnet

Rechnen Sie es aus, statt es zu schätzen. Nehmen Sie an, Ihr Team macht dreihundert Erstanrufe im Monat. Wenn die Erreichbarkeitsquote von fünfzehn auf fünfundzwanzig Prozent steigt, sind das dreißig zusätzliche erreichte Personen. Ist ein erreichter Entscheider in Ihrem Geschäft mehr als ein paar Euro wert, hat sich der Aufpreis bezahlt.

Machen Sie dagegen zwanzig sehr gezielte Anrufe im Monat, ist die Rechnung eine andere. Dann kostet Sie eine schlechte Nummer fünf Minuten Recherche, und die fünf Minuten sind billiger als die Differenz im Jahresvertrag.

Der rechtliche Punkt, der oft den Ausschlag gibt

In Deutschland ist der Werbeanruf bei Geschäftskunden nach Paragraf 7 UWG an eine mutmaßliche Einwilligung gebunden, und die Gerichte legen das eng aus. Der Abgleich gegen Werbewiderspruchslisten löst dieses Problem nicht, aber er zeigt, dass ein Anbieter das Thema ernst nimmt. In manchen Häusern entscheidet genau das die Beschaffung, unabhängig von der Datenqualität.

Wenn bei Ihnen ein Datenschutzbeauftragter mitredet, holen Sie ihn vor dem Test dazu, nicht danach. Es ist ärgerlich, ein Werkzeug zu testen, das anschließend intern nicht durchgeht.

Wo beide im deutschen Mittelstand aufhören

Beide Anbieter sind um Personen herum gebaut. Sie kennen Namen, Position und Kontaktdaten, und im internationalen Umfeld kennen sie davon viele.

Ein deutscher Familienbetrieb mit hundertachtzig Mitarbeitern funktioniert anders. Die Geschäftsführung pflegt oft kein Profil, die zweite Ebene fast nie. Gleichzeitig ist diese Firma amtlich vollständig dokumentiert: Rechtsform und Geschäftsführer im Handelsregister, Umsatz und Mitarbeiterzahl im Bundesanzeiger, Investitionen in Bekanntmachungen und Lokalpresse.

Beide Werkzeuge lesen diese Quellen nicht. Sie beantworten deshalb auch nicht die Frage, die im Erstgespräch tatsächlich zählt: warum ausgerechnet jetzt. Cognism kommt über Bombora in die Nähe, bleibt aber auf Themenebene. Sie erfahren, dass im Umfeld einer Firma zu einem Thema recherchiert wird, nicht was in der Firma passiert ist.

Wenn Sie klein anfangen und sofort loslegen wollen, nehmen Sie Lusha. Wenn Sie viel telefonieren und die Erreichbarkeitsquote Ihr Engpass ist, nehmen Sie Cognism. Wenn Ihnen der Anlass fehlt, löst keines von beiden Ihr Problem.

Die Dritte Option

Weder Lusha noch Cognism passen?

Kodo Leads ist keine dritte Kontaktdatenbank. Wir suchen zuerst die Firmen mit einem belegten Anlass und liefern die passenden Ansprechpartner dazu, mit Telefonnummer und Adresse. Hinter jeder Aussage steht der Link, aus dem sie stammt.

Der Anlass steht auf der Karte, mit Datum und Fundstelle. Das ist der Gesprächseinstieg, den keine Nummer liefert.
Ansprechpartner mit Rolle, geprüft daraufhin, ob die Person überhaupt noch dort arbeitet.
Telefonnummern aus Impressum und Firmenquellen, nicht aus einem Bestand unbekannter Herkunft.
Firmenzahlen aus dem Bundesanzeiger, mit Geschäftsjahr und Quelle.
Verarbeitung in Deutschland, Quellen aus Europa. Kürzere Prüfung im Einkauf.
Abrechnung je geliefertem Kontakt statt Jahresvertrag mit Arbeitsplatz-Gebühr.
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